4. Nazis gegen rechts

Montag, 13. Februar 2017

Kunst als Propaganda, Teil 2

Leider muss ich nochmals auf das bereits erwähnte Dresdner Kunstwerk zurückkommen, von dem es heißt, dass es daran erinnert, als ZIVILISTEN in Aleppo hochkant aufgestellte Busse als Sichtschutz vor Heckenschützen benutzt hätten.

Doch im Unterschied zur Vorlage fehlt dem Kunstwerk ein kleines, aber entscheidendes Detail. Ein flatterndes Accessoire der Barriere sozusagen. Dieses findet sich hier:

http://lepenseur-lepenseur.blogspot.de/2017/02/fake-news-mal-anschaulich-erklart.html

Donnerstag, 9. Februar 2017

Ein Dresdner Kunstwerk

Drei aufrecht stehende Busse sorgen derzeit in Dresden für Aufsehen. Ein deutsch-syrischer Künstler hat sie als Kunstwerk installiert, mit dem an die Opfer des syrischen Bürgerkriegs erinnert werden soll. Hierzu muss man erst mal wissen, dass in Aleppo Busse hochkant als Sichtschutz aufgestellt wurden. Ansonsten könnte das Kunstwerk auch «Auffahrunfall» heißen.

Nun sehen nicht wenige Dresdner darin ihre eigene kollektive Erinnerung an die Höllennacht der Bombardierung der Stadt durch westalliierte Flugzeuge gestört, bei der um die 20.000 Zivilisten den Tod fanden. Die Gegenseite argumentiert, man müsse ALLER Kriegsopfer gedenken. Aber warum ausgerechnet in Dresden? Und warum ausgerechnet jetzt?

Zu Dresden habe ich einen familiären Bezug. Ein mittlerweile verstorbener Onkel, der mir sehr nahe war, erzählte mir, er wäre damals, während der Flucht mit seiner Familie aus der zur Festung erklärten Stadt Breslau, mitsamt seiner Kolonne in einem Bahntunnel gestrandet und hat die Bombardierung Dresdens aus der Nähe mit ansehen müssen. Möglicherweise hat der Tunnel ihm und seinen Lieben das Leben gerettet.

Als junger Mann war ich ohnehin oft zweigespalten. Denn altvordere Verwandte kämpften auf beiden Seiten des mörderischen Vernichtungskrieges Hitlerdeutschlands gegen die Sowjetunion. Unmittelbar Beteiligte erzählten unterschiedliche Geschichten, und ich weiß sehr gut, dass die kollektiven Erinnerungen hier und dort sich stark voneinander entscheiden.

Jede Bevölkerung und jede Bevölkerungsgruppe erinnert sich auf die eigene Weise, trauert zuerst um ihre eigenen Verluste. Wirft man nun sämtliche Erinnerungen, alte wie neue, in einen Topf und verquirlt sie gut, dann wird die kollektive Erinnerung verdünnt und verwässert, bis sie eines Tages gänzlich aus dem Bewusstsein verschwindet und nur eine blasse, leere Hülle zurücklässt. Ein neuer Allerweltstrauertag ohne Bezug auf ein tatsächliches Ereignis.

Sicher darf man um die Opfer in Aleppo trauern. Man sollte es sogar. Man darf dabei aber nicht vergessen, wer den Krieg in die Stadt trug. Die Bevölkerung von Aleppo, einer Stadt des Handels und der Künste, wollte sich am Aufstand nicht beteiligen. Doch die Opposition - und an ihrer Seite die Islamisten - brachten den Krieg auch dorthin.

Vielleicht sollte an jenem Tag der Opfer des syrischen Bürgerkrieges gedacht werden, an die Menschen, denen der blutige Konflikt unverschuldet aufgenötigt wurde und die ihm kaum entrinnen konnten, und gleichzeitig den Dresdnern ihre Erinnerungen belassen bleiben. Doch auf diese Weise wird Geschichte verzerrt und aus einem Kunstwerk wird wieder einmal vorrangig ein politisches Statement.

Zeitgleich werden weitere politische Statements zum Thema als ungerechtfertigt verworfen. Punkt. Wir betreten erneut das Reich der Extreme.

Sonntag, 22. Januar 2017

Weltuntergang

Barack Obama hat die Welt gerettet. Nur hat es leider niemand mitbekommen. Donald Trump wird nun den Weltuntergang herbeiführen. Auch das wird niemand mitbekommen.

Dass nun aber gleich angesichts der Amtseinführung des 45. US-Präsidenten von deutschen Medienstimmen gefordert wird, Frau Merkel müsse nun mehr internationale Führung übernehmen, trifft den Nagel des Größenwahns auf das rostige Haupt.

Himmelherrgottnochmal, wo in der Welt wird denn ausgerechnet um eine Führung durch Deutschland gebeten? Wollen die Chinesen von Frau Merkel geführt werden? Die Inder oder die Indonesier? Die Südamerikaner oder die Afrikaner?

Im Gegenteil, nicht wenige Völker dieser Welt erinnern sich noch heute an eine historische «deutschen Führung», aus einer Sicht heraus, die sie nie wieder ertragen wollen.

Freitag, 13. Mai 2016

Mut zur Wahrheit

Jüngst berichteten die Medien von einem Vorfall im bayerischen Grafing. Ein Mann, dem der Vorname ‹Paul› gegeben wurde, hatte auf vier Menschen eingestochen und einen davon getötet. Dabei habe er Aussagen getätigt, die auf eine politisch motivierte Tat hindeuten könnten. Soweit erste Darstellungen. Tatsächlich hat der Täter keinen europäischen Vornamen und die ‹politischen Aussagen› lauteten schlicht: «Allahu akbar.»

Man fragt sich einmal mehr, worin man die Hintergründe für solche Informationszerrbilder zu suchen hat. Ist es nicht besser zu schweigen, wenn man sich ohnehin um die Darstellung der Tatsächlichkeit eines Geschehens herumdrücken möchte? Ist die Angst vor dem Auseinanderdriften einer ohnehin brüchig gewordenen Gesellschaft mittlerweile weit größer als der Mut zur Wahrheit geworden?

Berichte wie diese lassen erkennen, dass es weder Verschwörungstheorien noch Alu-Hüte bedarf, um sich Fragen zu stellen. Mehr und mehr vertieft sich der Eindruck, den Bürgern würde nicht die Wahrheit gesagt, bestimmte Fehlentwicklungen würden beschönigt und Kritiker verunglimpft.

Richtig ist wohl, dass sich ein aufeinander eingespieltes Establishment immer weiter von der Normalbevölkerung entfernt. Dieses Establishment umfasst die Altparteien, den Staat, die Medien, die Verbände. Auch die Kirchen, womit wir gleich zu einem anderen Thema kommen. Eine wachsende Zahl von Menschen sieht dieses Establishment zunehmend sehr kritisch. Es ist eine Ohnmachtsituation spürbar, ein gefühlter Zustand, isoliert einem meinungsbildenden und -durchsetzenden Moloch gegenüberzustehen, der jede Kritik an den Etablierten zu ersticken droht. Das Schlagwort lautet: Alternativlosigkeit. Die Waffen: Vorwurf des Rechtspopulismus, der mangelnden Empathie und gar der Verfassungsfeindlichkeit.

Doch zu den Kirchen: In der Vergangenheit tauchten sporadisch Medienberichte auf, nach denen in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge Nicht-Muslime von Muslimen drangsaliert, bedroht und angegriffen wurden. Nun haben mehrere Verbände, darunter ‹Kirche in Not›, ‹open doors› und die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, in einer Befragung etliche Daten erhoben, mit dem Ergebnis, dass etwa 40.000 Christen von solchen o.g. Missständen betroffen sind. Ob diese Zahl nun korrekt ist, oder ob es 30.000 oder 50.000 Betroffene sind, ist weniger bedeutsam als die Reaktion der Amtskirchen: Zweifel und Beschwichtigung.

Dass die christlichen Kirchen die demokratische Grundordnung achten und wahren, ist gut und richtig. Doch wenn zwischen den Statements politischer und kirchlicher Amtsträger keinerlei Unterschied mehr erkennbar ist, wird es fatal. Um es deutlich auszusprechen: Für eine christliche Religionsgemeinschaft steht Gott im Zentrum, nicht der Gläubige. Schon gar nicht der Anders- oder Nichtgläubige. Christus kann nicht der ‹stumme Absegnende› jedweder ‹alternativloser› Plattitüde sein. Schon gar nicht das Pushen anderer Religionen kann als Sinn und Zweck einer Kirche gelten.

Weltweit ist der Islam auf dem Vormarsch. Und es gibt kaum ein islamisches Land, in dem Nicht-Muslime nicht mindestens unter Diskriminierung und Deklassierung leiden müssen. Abgesehen von ein paar betrübten Worten sehen hierzulande die Amtskirchen darüber hinweg, um den Zusammenhalt einer kunterbunten Gesellschaft herbeizureden, die für die Mehrheit der Bevölkerung sowieso nur auf dem Papier steht und nicht wirklich gelebt wird. Und kaum jemand kann nachvollziehen, weshalb Verfolgte und Verfolger gleichermaßen willkommen sein sollen.

Findet eine Islamisierung statt? Dazu muss verstehen lernen: Eine Terrorarmee in der Größenordnung des ‹Islamischen Staates› existiert nicht allein durch die Furcht der Friedfertigen vor durchgeknallten Bewaffneten. Sie funktioniert nicht ohne die Unterstützung nicht-militanter Gleichgesinnter, denen der gewaltbereite Islamist insgeheim näher ist als der ‹dekadente Ungläubige› es jemals sein wird. Islamisierung findet nicht in den Vorgärten privilegierter Wohngegenden der deutschen Bildungsbürger statt, sondern dort, wo der Staat nicht mehr genügend Präsenz zeigt, wo selbst ein radikaler ‹Gottesstaat› als gerechter empfunden wird als das demokratische Staatswesen. Zugleich muss die globale Entwicklung betrachtet werden.

All das geschieht derzeit kaum. An die Stelle der Realpolitik treten Slogans, wie «Wir schaffen das!» oder «Der Islam gehört zu Deutschland!» Doch aktuell sagen 60 Prozent der Bevölkerung das Gegenteil. Ebenso viele sagen aus, außerhalb der Arbeitswelt keine Muslime zum privaten Bekanntenkreis zu zählen.

Finden diese Menschen aber Gehör? Werden sie mit ihren Sorgen wahrgenommen? Gar ernstgenommen? Eher nicht. Daher kann ihrerseits JEDE Alternative als Ausweg aus der Misere gesehen werden, selbst wenn sie die Situation verschärfen würde. Es ist kein Rechtsruck, den wir gerade erleben, sondern eine um sich greifende Ablehnung der etablierten Kreise, von denen die Nicht-Etablierten schlicht nichts mehr erwarten. Nicht nur in Deutschland, sondern überall in Europa und selbst in den USA, wo ein Donald Trump zum Wahlfavoriten wird und ein Bernie Sanders durch seltsame Unregelmäßigkeiten gebremst werden muss.

Die Etablierten müssen begreifen: Wenn sie nicht den Mut aufbringen, Missstände klar zu benennen, anstatt die Gegebenheiten schönzureden, wenn sie nicht die Einzigartigkeiten der diversen kulturellen und nationalen Hintergründe der verschiedenen Völker Europas zu berücksichtigen verstehen, dann kann ihr fragiles Kunstgebilde jederzeit wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.

Donnerstag, 12. Mai 2016

60 Prozent

In jüngsten Meinungsumfragen in Deutschland demonstriert die Mehrheit der Befragten, dass sie mit den Ansichten der Politik, der Medien und des übrigen Establishments nicht konform geht.

1. Exakt 60 Prozent der Befragten wünschen sich bessere Beziehungen zu Russland.

2. Ebenfalls exakt 60 Prozent der Befragten sehen den Islam nicht als einen Teil Deutschlands.

Die veröffentlichte Meinung ist eben nicht immer identisch mit der öffentlichen Meinung ...

Für alle ‹Hinterfrager› die Quellen (bitte selber googeln):
1. ZDF-Politbarometer
2. Infratest dimap

Samstag, 19. März 2016

Gespensterjäger

Man kann es nicht mehr hören. Die ‹Linken› blasen zum Sturm auf Konservative und bemühen - was sonst? - allgegenwärtig die sogenannte Nazikeule. Was rechts von links ist, gilt als rechtspopulistisch, oft als rechtsradikal. Das ist nicht nur falsch, sondern führt auf einen katastrophalen Irrweg. Denn gegenwärtig jagen vom bundesdeutschen Staat alimentierte ‹Geisterjäger› alle, die ein Stückweit rechts von links stehen.

Zur Erinnerung: Die politischen Verortungen ‹rechts› und ‹links› entstammen der Zeit der Restauration in Frankreich und beschreiben lediglich die Sitzordnung in der Nationalversammlung. Die Gegner der Regierung, also Vertreter des progressiven Großbürgertums, saßen vom Präsidenten aus gesehen links, die Vertreter des Klerus, des Adels und der Landbesitzer rechts. In diesem Sinne wäre die ‹politische Mitte› der Mittelgang gewesen. Was es noch gar nicht gab: Kommunismus, Sozialismus und Faschismus.

Nun kann nach o.g. Sitzordnung der Konservatismus durchaus als ‹rechts› bezeichnet werden. Allerdings grenzt er sich klar vom Faschismus (der weder rechts noch links ist, sondern eine politische Sonderform) ab - wie sich auch der Linksliberalismus vom Kommunismus unterscheidet. Doch nach dem weit verbreiteten Verständnis ist konservativ gleichzusetzen mit dem Faschismus, bevorzugt mit dem Nazi-Regime. Das ist absolut widersinnig.

Längst wird nicht mehr der Neonazismus bekämpft, wohl gemerkt mit staatlicher Alimentierung, sondern der Konservatismus, der eine zulässige Strömung darstellt. Wenn aber der Konservatismus rechts ist und bekämpft werden muss, entspräche selbst eine Initiative NAZIS GEGEN RECHTS den Kriterien der selbsternannten ‹Geisterjäger›, die längst nicht mehr gegen den Faschismus kämpfen, sondern hauptsächlich gegen die Anhänger der Bewahrung von Tugenden und Traditionen - selbst der positiven und bewährten.

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