Sirkos Staniza

Dienstag, 7. Februar 2017

Zufallsfund

Gerade lese ich wieder Cechov. In einer kleinen Erzählung von ihm mit dem Titel "Das Glück" aus dem Jahre 1888 finde ich doch tatsächlich folgende Passage:

>>"Jefim Shmenja, der Onkel von Schmied Stjopka. Die ganze Gegend kennt ihn. Au, war das ein gottverfluchter Alter! Ich kenne ihn seit sechzig Jahren, seit jener Zeit, da man den Zaren Alexander, denselben, der die Franzosen vertrieben hat, mit Pferdefuhrwerken von Taganrog nach Moskau brachte. Wir gingen zusammen hin, um dem toten Zaren die letzte Ehre zu erweisen, die große Fahrstraße aber führte damals nicht nach Bachmut, sondern von Jessaulowka nach Gorodischtsche, während es dort, wo heute das Dorf Kowyli liegt, von Trappennestern wimmelte - wo man hintrat, ein Trappennest."

Es bleibt bei dieser beiläufigen Erwähnung im Fortgang dieser Erzählung Anton Cechovs, aber ich wollte das gerne teilen. Es könnte sich um die Staniza deiner Vorfahren handeln?

Dienstag, 24. Januar 2017

Tag der Trauer

Heute ist für Hunderttausende Menschen in aller Welt ein Tag der Trauer und der schmerzlichen Erinnerung. Der 24. Januar 1919 war der Tag, an dem ein Dekret der damals jungen Sowjetunion die «Dekosakisierung» verkündete. Damit begann der Völkermord an den Kosaken, der in seinen Dimensionen alles bislang Bekannte übertraf.

Zum Zeitpunkt des Erlasses lebten im zerstörten Russischen Imperium etwa 2,5 bis 3,0 Millionen Kosaken. Ganze zehn Prozent überlebten Terror und Massaker. Kein Volk der Welt hatte in der jüngeren Geschichte ein solches Ausmaß an Leid zu ertragen, wie die Kosaken. Die blutige Welle der Verfolgung und Vernichtung endete erst nach dem Großen Vaterländischen Krieg.

Auch für mich ist heute die Zeit mich zu erinnern. An jenen Teil meiner Vorfahren, der in der untergegangenen Stanitsa Esaulovskaya am Don lebte - und dort starb.

Слава Богу, что мы казаки!

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Freitag, 27. November 2015

Vom 21. Kongress der Donkosaken

Nicht weniger als 405 Delegierte aus den sechzehn Okrugs (Kreisen) der Donkosaken aus den Oblasts Astrachan, Rostov und Wolgograd sowie der Republik Kalmückien trafen dieser Tage zur 21. Hauptversammlung zusammen. Vor der Tagung nahmen die Delegierten an einer Messe in der Himmelfahrt-Patriarchatskathedrale teil und legten am Denkmal für Ataman Platov Blumen nieder.

Als besondere Gäste waren eingeladen: der Stellvertreter des Gouverneurs von Rostov und Mitglied des Rates des Präsidenten der Russischen Föderation für die Kosaken Sergey Bondarev, der Vize-Gouverneur und Regierungschef der Oblast Astrachan sowie Okrug-Ataman von Astrachan Konstantin Markelov, der Abgeordnete der Staatsduma Kosakengeneral Viktor Vodolatsky, der Vorsitzende der Parlamentskommission für Ethik in der Gesetzgebung Nikolai Shevchenko und der regionale Chef des russischen Katastrophenschutzministeriums in der Oblast Rostov Valery Sinkov.

Vor Kongressbeginn segnete der Militärpriester Erzpriester Sergey Mashtanov die Anwesenden. Die Delegierten legten eine Gedenkminute für alle Kosaken und Atamane ein, die während der Zeit der Wiederbelebung des Kosakentums verstarben. Erinnert wurde an den vielschichtigen und manchmal widersprüchlichen Prozess der Wiederbelebung und Entwicklung der Kosakengemeinschaften an Don und Wolga seit den frühen 1990-er Jahren. Heute umfasst die Große Donarmee über 379 Gemeinschaften, von denen etwa 80% in das Kosakenregister der Russischen Föderation eingetragen sind.

Anschließend verlas Vize-Gouverneur Sergey Bondarev das Grußwort von Vasily Golubev, Gouverneur der Oblast Rostov, der die Bedeutung der Donkosaken für das Vaterland würdigte. Die Kosaken, so der Gouverneur, sind heute am Schutz der öffentlichen Ordnung beteiligt, im Umweltschutz tätig und mit der geistlichen und patriotischen Erziehung der Jugend beschäftigt. Das System der Ausbildung von Kosakenkadetten folgt einer uralten Tradition.

Die Grüße der russischen Staatsduma überbrachte Kosakengeneral Vodolatsky, der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Dieser versicherte die Donkosaken der Unterstützung des Staatspräsidenten Vladimir Putin für die Aktivitäten hinsichtlich der Sicherheit des Staates und seiner Bürger.

Einen Bericht über die Arbeit während der vergangenen Periode und über die Herausforderungen an die Große Donarmee für das Jahr 2016 erstattete der Heeres-Ataman Kosakengeneral Viktor Goncharov.

Die Hauptaufgaben der Großen Donarmee sieht er in der weiteren Verbesserung der Organisationsstruktur der Kosakenarmee, der Organisation der im Dienst des Staates stehenden Kosaken. Weitere Notwendigkeiten sind der Ausbau der Wirtschaft der Kosaken, in der Schaffung von Arbeit für junge Menschen und die Förderung der internationalen Aktivitäten der russischen Kosaken, auch das Interagieren mit Kosaken im Ausland.

Besonders eingegangen wird im Bericht des Atamans auf die Drushinas der Kosaken. In den Oblasts Rostov, Astrachan und Volgograd umfassen sie rund 2.000 Mitglieder in 94 Brigaden (davon zehn beritten). Entstanden sind in den neun Bezirken von Rostov auch zwölf Feuerwehren der Kosaken. Hauptanliegen der Donkosaken bleibt weiterhin die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Landes. In einem gemeinsamen Pilotprojekt mit dem Generalstab der russischen Streitkräfte wird eine erste voll funktionsfähige, reguläre Territorialverteidigungskompanie durch die Donkosaken aufgestellt. Weitere sollen folgen. Seit langem ersuchen die Kosaken um ein eigenes Regiment in den regulären Streitkräften.

Weitere Berichte erstatteten u.a. Konstantin Markelov, Kreis-Ataman von Astrachan, Erdni Manzhikov, Kreis-Ataman von Kalmückien, und der Ataman des alten Kosakenbezirks Donezk Vladimir Tishakov. Alle Redner lobten die Aktivitäten des Heeres-Atamans Goncharov. Die Delegierten versicherten ihm ihre weitere Unterstützung. Gegen Ende des Kongresses legte die Revisionskommission unter Kosakenoberst Petr Baryshnikov den Prüfbericht über die Finanzen vor, der von den Delegierten angenommen wurde.

Zuletzt wurde eine Erklärung verlesen, die dem russischen Präsidenten die Unterstützung der Donkosaken gegen terroristische Bedrohungen und die Bereitschaft zur Beteiligung an Anti-Terror-Aktivitäten versichert. Mit der Verleihung von vierzehn Großkreuzen ‹Für Verdienste um die Große Donarmee› an besonders verdiente Kosaken und der Bestätigung der Kreis- und Gemeinde-Atamane endete der 21. Kongress der Donkosaken.

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Foto 1 - Delegierte während der Messfeier

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Foto 2 - Delegierte am Platov-Denkmal

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Foto 3 - Blick auf die Delegierten

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Foto 4 - Blick auf das Präsidium

Sonntag, 22. November 2015

Ein neuer Ataman

Mit Nikolai Doluda wurde gestern in Krasnodar für die Dauer von fünf Jahren ein neuer Ataman der Kuban-Kosaken-Armee gewählt. Ataman Doluda ist gleichzeitig der Stellvertreter des Gouverneurs der Region Krasnodar, Venyamin Kondratyev.

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Foto - Ataman Nikolai Doluda

In seiner Antrittsrede erinnerte der Ataman an die erste Wiederteilnahme an der Siegesfeier am 5. Mai 2015 nach 70 Jahren auf dem Roten Platz in Moskau. Doch mehr als die Vergangenheit treibt das gewählte Oberhaupt der Kubankosaken die Gegenwart um. Besonderen Augenmerk will er angesichts der Weltlage auf die Sicherheit seiner Kosaken und der gesamten Region legen.

»Wir müssen auf der Hut sein, damit diese Verbrecher des IS nicht bis zu uns an den Kuban vordringen«, warnt Doluda und versichert den Gouverneur der Mitarbeit der Kubankosaken.

Dazu meinerseits angemerkt: Die Siedlungsgebiete der Kubankosaken (Oblast Krasnodar) und der benachbarten Terekkosaken (Oblast Stavropol) grenzen an Regionen, in denen radikal-islamische Gruppen, darunter auch IS-Anhänger, für ein islamistisches Emirat kämpfen. Die Besorgnis des Atamans ist also nicht grundlos.

Montag, 5. Oktober 2015

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Einen hübschen Namen bekommt die Staniza natürlich auch:
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