Montag, 23. November 2015

Soldaten versus Büttel

In den Söldnerheeren der Renaissance wurden die Körperstrafen durch sogenannte Steckenknechte vollstreckt. Im Unterschied zu ihrem Vorgesetzten, dem Profos (Offizier im Hauptmannsrang), galten sie als unehrlich (ehrlos). Wurde ein Steckenknecht jedoch als Soldat ins Regiment aufgenommen, nahm sein Hauptmann ihm den Stecken ab und zerbrach ihn. Dann verbot er bei Strafandrohung, jemals wieder die frühere, als ehrlos geltende Tätigkeit des neuen Soldaten zu erwähnen. Die deutschen Landsknechte, unter denen viele verarmte Ritter dienten, wollten auf keinen Fall die Büttel einer zivilen Strafjustiz sein (so durfte der Gerichtsoffizier jeden zivilen Beruf erlernt haben, nur nicht den eines Juristen).

Die heutigen Soldaten sind die (beruflichen) Nachkommen dieser Menschen. Zumindest sollten sie es sein. Es sind die Nachfolger jener, die vormals den Schutz von Witwen und Waisen gelobten. Ich habe mich immer bemüht, diese Werte hochzuhalten, ich habe bisweilen darüber geschrieben.

Heute weiß ich, dass es sinnlos war.

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